Mehr rote Stühle und grüne Bänke braucht das Land!

Diesen Kommentar schrieb mir Sonja Schiff vom Blog Vielfalten auf meinen Beitrag vom roten Stuhl. Ihr erinnert Euch!?!?!

Und  Sonja erzählte auch, welche Bewandtnis es mit dieser grünen Bank hat. Diese steht in einer Schule. Auf diese grüne Bank setzen sich Kinder, wenn sie sich allein fühlen. Dann kommt ein anderes Kind und spricht oder spielt mit dem Kind auf der Bank. So fühlt sich das Kind hoffentlich weniger allein.

Seitdem geistert dieser Satz und die Geschichte dazu immer wieder durch meine Gedanken. Was wäre, wenn es auf der ganzen Welt diese grünen Bänke gäbe und diese roten Stühle aus dem Beitrag „Der rote Stuhl“. Platz-nehmen globalisiert!!! Empathische Gestaltung des öffentlichen Raumes – Zivilcourage und Achtsamkeit, wahrnehmen und handeln. Ich sehe dich, du sitzt auf einer grünen Bank, du fühlst dich allein. Ich nehme das wahr, ich setze mich zu dir.

Stell dir vor auf der ganzen Welt die selbe Bedeutung für Bänke in den verschiedenen Farben:

Die grüne Bank haben wir schon – wenn man sich allein fühlt, dann setzt man sich auf eine grüne Bank. Dann kann sich wer dazu setzen und reden, dann ist das Allein-Gefühl hoffentlich schnell weg.

Die blaue Bank wäre für mich die friedliche und ruhige Bank – es wäre ganz friedlich in einem Umkreis von sagen wir mal 50m. Niemand würde streiten, diskutieren, schimpfen oder schreien. Ganz friedlich, meist ruhig würde man sich eine Bank teilen. Kein Lärm, kein Geschrei – nur Ruhe und Frieden. (Nicht zu verwechseln mit Ruhe in Frieden 😉 )

Die orange Bank würde ich wählen für Unterhaltung, Humor, Lachen und coole Gedanken und Kreatives. Bei Bänken dieser Farbe würde noch ein Tisch dabei stehen, damit man gleich kreativ werden könnte, wenn es schon in den Fingern juckt.

Die violette Bank würde von PhilosophInnen, VisionärInnen und WeltverbesserInnen besetzt. In wertschätzender Energie würden viele neue Gedanken kommen und Platz-nehmen. Visionen würden entstehen und im besten Fall auch Realität werden.

Die rote Bank wäre für die Liebenden reserviert oder für die, die gerne lieben würden. Natürlich nur für all das, was in der Öffentlichkeit erlaubt ist. 🙂

Dann könnten wir noch gelb für die Bank des Kennenlernens, der Freundschaft vergeben. Hallo, ich mag neue Menschen kennen lernen, setz dich zu mir. Erzähl mir was von dir. Du interessierst mich.

Es gäbe noch viele Farben und noch viel zu tun, weil – mehr rote Stühle und grüne Bänke braucht die Welt!!!

PS: Das Fotomotiv fand sich nach dem Verfassen des Beitrages 😀

 

 

 

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8 Kommentare

  1. Sooo ein schöner Gedanke…

    Ich liebe Farben und einladende Bänke und neue Begegnungen…

    Einfach nur schön…..

    Lasst uns doch auch ohne Bänke einfach bei anderen Menschen Platz nehmen und nachfragen…

  2. Was für eine schöne Idee! Bänke als Orte der Empathie. Du solltest ein weltweites Projekt daraus machen und bei der UNO einreichen!
    Und du solltest diese Geschichte dem Herrn Stadtrat Preuner schicken…

  3. Sehr schön, liebe Michaela, und wie immer sehr treffend geschrieben! Ich stelle mir gerade einen Park vor, in dem viele bunte Bänke stehen, die von vielen Menschen angesteuert werden – um sich zurückzuziehen und den Gedanken nachzuhängen oder um Kontakte zu knüpfen, mit anderen zu reden, zu philosophieren oder um kreativ zu sein. Toll, dass Du auch an den Tisch gedacht hast, um die Ideen gleich umsetzen zu können; wollen wir uns dort treffen? 😉