Am Bankerl – bei alten Bäumen

Zwei Bänke vor einem uralten Baum. Es gibt noch keine Blätter, weil es Foto im Frühling ist.

Alte Bäume, uralte Bäume – dieser steht im Seewinkl, Innerschwand – ein wunderschöner Spaziergang am Mondsee entlang. Die Bank davor lädt zum Verweilen ein. Der Blick gibt kleine, winzige Blicke auf den Mondsee frei und auf die Felsen am gegenüberliegenden Ufer. Die Entscheidung fällt schwer, wohin ich meinen Blick wenden soll – auf die Aussicht oder auf diesen würdevollen Baum in meinem Rücken. Wenn ich solche Bäume sehe, dann frage ich mich oft, was sie wohl schon erlebt haben.

So einer wie dieser muss doch schon mehr als einhundert Jahre alt sein, wahrscheinlich sogar noch viel älter. Wenn Bäume Geschichten schreiben könnten, was sie dann wohl schreiben würden?

Von ihren täglichen Beobachtungen, von den Veränderungen, die die Zeit mit sich bringt – nicht nur die Jahreszeiten? Haben sie historisch relevante Geschichte erlebt? Oder einfach die Dramen des täglichen Lebens in seiner Nachbarschaft. Was mich am meisten interessiert, wie es sich wohl anfühlt, für „immer“ wo Platz zu nehmen?

Es gibt viele Fragen, die ich gerne alten Bäumen stellen würde, wenn ich mit ihnen sprechen könnte. 🙂

Nachtrag zu diesem Am Bankerl 🙂  Gerade in der ZDF-Mediathek gefunden

Unsere Wälder (1/3): Die Sprache der Bäume

 

 

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29 Kommentare

  1. Ha wie toll, den Eintrag in der Mediathek gibt es noch. (-; Danke dir und danke für das wundervolle Foto. Ich liebe solche alten Bäume, wirklich beeindruckend!

  2. So schön Michaela
    Wie du von mir vielleicht weißt, ich würde einfach so tun, als würde dieser Baum mich verstehen.
    wenn ich mit Tierseelen spreche, warum denn nicht mit Baumseelen? Ach, ich bin mir sicher dass sie uns verstehen. Nur wir verstehen sie wohl nicht (immer).

  3. „Wenn Bäume Geschichten schreiben könnten, was sie dann wohl schreiben würden?“ – wunderschön geschrieben!
    Wer ist echt unter diesem Baum schon gesessen ist?

    1. Liebe Ellen, ich habe diesen Baum auch schon gegoogelt. Er hat ja auch schon einige Jahre auf den Wurzeln. Nur wird er leider nirgends erwähnt. Aber sicher werden ihn auch schon Sommerfrischler*Innen des 19. Jhdt bewundert haben, die am Mondsee Urlaub machten. Es gibt ja am Mondsee auch ein Schwarzindien. 🙂 Auch diese Geschichte kommt von den ersten Urlaubern am Mondsee.

    1. Danke Frank, ja solche Fragen stelle ich mir oft, wenn ich so Uraltbäume sehe. Es werden noch mehr dieser Am Bankerl Posts folgen. Nicht nur weil es so viele Bäume gibt. Sondern weil ich viele Gedanken habe, aber nicht immer für einen ganzen Blog. Lg

  4. Liebe Michaela,

    ich liebe die Natur und liebe solche Plätze <3! Ich könnte Stunden auf solchen Bänken bei Bäumen verweilen. Diese Energie die von diesen Bäumen ausgeht ist einfach unbeschreiblich. Für mich die beste Anti-Stress-Therapie!

    Liebe Grüße und schönen Feiertag!
    Verena

    1. Gell. Ja, am Bankerl lädt zum Nachdenken ein, etwas herunterkommen vom Alltag. Bänke und Bäume eine Kombination, die es im Alltag viel öfter brauchen würde für uns alle. Liebe Grüße Michaela

  5. Schön geschrieben..
    Wir haben hier auch eine über 1000 Jährige Eiche, eine Sehnswürdigkeit, da viel mehr dahinter steckt als nur der Baum. Ich liebe solche Plätze.

    Alles liebe

    1. Liebe Sigrid, Gedanken schweifen lassen – das klingt fast poetisch. Eher grüble ich zu sehr, aber unter solchen Bäumen mit den passenden Bänken, dürfen sie wirklich schweifen. Liebe Grüße Michaela

  6. Sehr schön geschrieben und wirklich tolle Fragen, die du dir stellst. Man denkt viel zu selten über die ganz alltäglichen Dinge nach.

    Liebe Grüße

    1. Danke Lena, die alltäglichen Dinge, die so alltäglich oft gar nicht sind. Weil viele Menschen gar nicht die Möglichkeit haben, in so einer Natur, in so einer Gegend einfach mal dazu sitzen und zu genießen. Danke und liebe Grüße Michaela

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