Bankerlweg in Wolfratshausen – Am Bankerl trifft Mein Bankerl

Blick vom Bergwald auf die St. Andreaskirche

Vor einigen Wochen erhielt ich ein E-Mail mit einem sehr netten Feedback zu meiner Blog-Kategorie „Am Bankerl“. Stephanie und Michael Hill haben die App „Mein Bankerl“ entwickelt. Bei einer Recherche-Arbeit stießen sie auf meinen Blog. Natürlich freute ich mich über das E-Mail, kommt es ja eher selten vor, dass sich jemand meldet. Ich holte natürlich dann auch Informationen über diese App ein. Mich interessieren Bankerl(geschichten) und Bankerlwege – so wie auch in Aschau am Chiemsee, auch wenn es in meinem Blog nicht vornehmlich um Bankerl geht. So erfuhr ich, dass Stephanie und Michael Hill mit der Stadt Wolfratshausen drei Bankerlwege im Gemeindegebiet erarbeitet haben, einen Entspannungsweg, einen Familienweg und einen Sportweg. Für Sonntag, 25.08.2019 wurde von der Stadt zur analogen Begehung des Entspannungsweges eingeladen.

Im Vordergrund die Loisach und im Hintergrund sieht man die Kirche St. Andreas
Blick von der Flößerlände auf die St. Andreaskirche
Der Fluß Loisach im Hintergrund mit Bäumen und im Vordergrund ein Bild, dass über den Flößerpfad informiert
Informationstafel Flößerpfad an der Loisach in Wolfratshausen

„Am Bankerl“ trifft „Mein Bankerl“

Nach einigem Hin und Her – Wolfratshausen liegt ja jetzt nicht gerade um die Ecke, fiel die Entscheidung sehr spontan am Morgen des Veranstaltungstages, da fahre ich hin und schaue mir das Ganze genauer an. Sozusagen „Am Bankerl“ trifft „Mein Bankerl“. Ob ich jetzt allein wegen einem der drei Bankerlwege gefahren wäre, könnte ich jetzt nicht sagen, aber Menschen kennenlernen und vernetzen bei ähnlichen Interessen, finde ich cool. Außerdem wollte ich schon längst die Gegend rund um den „Bullen von Tölz“ erkunden. Wolfratshausen liegt zwischen Bad Tölz und dem Starnberger See. Also Freundin angerufen, abgeholt und auf ging es ins Tölzer Land über Schliersee, Tegernsee und viel Landschaft nach Wolfratshausen. Vor Ort speisten wir noch lecker Eierschwammerl (Pfifferlinge) mit Semmelknödel und Steinpilzrisotto in einem Wirtshaus an der Loisach.

Kastelmühlwehr mit deer Loisach und der Holzbrücke mit Holzhaus im Hintergrund
Kastenmühlwehr am Entspannungsweg in Wolfratshausen
Die Loisach wie sie über das Wehr rinnt
Das Kastenmühlwehr an der Loisach in Wolfratshausen

Die internationale Beteiligung 🙂

Wir schafften es rechtzeitig zum vereinbarten Treffpunkt voller Spannung, ob überhaupt jemand auftauchen würde. Nachdem bei der Information zur Veranstaltung gestanden hatte, dass man sich mindestens drei Tage im Voraus anmelden müsste und wir das nicht getan hatten, hätte uns auch ein Nichterscheinen passieren können. Aber Gott sei Dank waren am Treffpunkt schon einige Menschen, angemeldete und spontane so wie wir. Bei der Vorstellungsrunde gab es natürlich ein großes Hallo, dass der Entspannungsweg sogar mit internationaler 😊 Beteiligung stattfand. Die Überraschung war groß, dass ich so spontan doch dabei war, obwohl ich vorher noch so großartig geschrieben hatte, dass mir der Weg zu weit sei.

Im Vordergrund sieht man zwei Bänke und im Hintergrund sieht man die Teilnehmenden des Spazierganges
Bankerl und Teilnehmende am Bankerlweg
Ein Kiesweg führt geradeaus, links davon an der Hecke stehen in Abständen Bänke
Bankerlreihe an der Loisach

Bankerlweg für die Entspannung

Stephanie und Michael gingen dann mit uns den Weg ab. Statt Infos am Smartphone via QR-Codes gab es die Erklärungen diesmal ganz analog aus Stephanies Mund, zum Teil gab es Informationen zum jeweiligen Platz, zum Teil gab es angeleitete Atem- oder Körperübungen. Das machte den Weg so fein und in einer Gruppe von netten Leuten, machte das Ganze noch viel feiner und unterhaltsamer. Wahrscheinlich, weil ich ein digital immigrant (jemand der noch nicht mit Handy in der Hand auf die Welt kam) bin und nicht unbedingt eine App-Verwenderin. Dass der Weg aufgrund der analogen Gruppendynamik doch um einiges länger dauerte als allein mit App, war schnell klar, gab es doch so viel Gesprächsstoff. Wie klein die Welt auch ist, merkte ich im Gespräch mit einer Teilnehmerin, die ursprünglich aus Salzburg aus dem Stadtteil kam, in dem ich nun wohne.

Die Plakette vom QR-Code des Entspannungsweges in einem Blumenbeet
QR-Code vom Entspannungsweg in Wolfratshausen
Das Dach der Frauenkapelle mit dem Zwiebelturm und im Hintergrund Bäume
Zwiebelturm der Frauenkapelle im Bergwald

So gingen wir da Loisach entlang, querten diese und gingen dann weiter über den Bergwald mit Halt bei einer Kapelle und der Pilzbank. Hier gab es einen schönen Ausblick direkt auf den Kirchturm von Wolfratshausen. Im Bergwald stießen wir auf den Stadtführer Findus Samm, den wohl bekanntesten Kater von Wolfratshausen trafen, der uns ein Stück des Bankerlweges begleitete, bis wir wieder in die Stadt abstiegen.

Findus Samm, der rot-weiße Kater liegt gemütlich auf dem Weg
Findus Samm, DER Stadtführer von Wolfratshausen
Ein Weg mit Geländer am Bergwald mit Findus Samm, einem Kater im Vordergrund
Findus Samm on the road
Eine Holzfassade auf der ein blaues Schild mit Katzengasse hängt
Die Katzengasse in Wolfratshausen

Dass mir als Frauli von zwei Katerbuben in der Stadt die Katzengasse ins Auge fiel, ist wohl selbsterklärend. 🙂 Leider kam das angekündigte Gewitter doch viel früher als geglaubt und so mussten wir den Weg abbrechen, was ich sehr schade fand, da es noch einige interessante Plätze gegeben hätte. So suchten wir in einem Kaffeehaus in der Stadt Unterschlupf. Was ja jetzt gar nicht sooooo schlimm war, da es wenigstens Kaffee und Kuchen gab.

Anregung zur Bewegung

Die Idee der Bankerlwege ist super, regt es doch zur Bewegung an und man erfährt wieder etwas Neues. Die Version Entspannungsweg ist gut auch für dicke, nicht ganz so bewegliche Menschen machbar. Nur an einigen Stellen fand ich die Stufen etwas fordernd, aber es war an dem Tag auch sehr schwül.

Für diese Version der Bankerlwege muss man  jetzt nicht unbedingt aus weiter Ferne anreisen, aber wenn man aus der Gegend ist oder dort gerade Urlaub macht, dann finde ich ihn wirklich empfehlenswert. Es bietet sich damit auch einmal eine andere Möglichkeit, eine Stadt kennenzulernen.

Eine Häuslschnecke, die an einem Holzpfosten klebt. Dieser ist Teil eines Zaunes
Schnecke am Holzweg 🙂

Im Übrigen wäre die Schnecke mit der Mein Bankerl App und dem entsprechenden QR-Code des Bankerlweges sicher nicht in der „Sackgasse“ gelandet.

Die kleine Kapelle im Nirgendwo mit dem Bankerl davor sahen wir auf unserem Heimweg und es war ein wunderbar passendes Abschlussbild für diesen Tag der Bankerl.

Grünes Feld und im Hintergrund der Wald. Dazwischen eine kleine Kapelle mit einem Bankerl davor
Bankerl im Nirgendwo oder irgendwo

Alles in allem war es wirklich ein supernetter Ausflugstag, der Gusto auf mehr von dieser Gegend macht. Tölzer Land, Du siehst mich wieder.

PS: Möglicherweise wird die App „Mein Bankerl“ meine erste App sein, die ich mir installiere, weil sie thematisch zu meinem Blog passt. Aber ganz sicher bin ich mir noch nicht, ob ich all meine schönen Bankerl verraten mag. 😊

PSPS: Es gibt sogar einen Zeitungsbericht für diesen Spaziergang – Merkur – Wolfratshausen: Bankerl-Wege

PSPSPS: Diesen Blogbeitrag habe ich unbeauftragt und unbezahlt verfasst. Für mich ist es nicht einmal Werbung, weil ich einfach von meinem Alltag erzähle. Aber es könnte als Werbung verstanden werden, darum auch diese Kennung.

 

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