Türchen 22 in Mias Blog-Adventkalender 2018

Wie angekündigt, bin ich dieses Jahr gleich zweimal bei Mias Adventsgeschichte dabei – um Weihnachten und andere Monsta geht es, eine fantasievolle Geschichte über den Weg zum Mysterium der Weihnacht.

Was bisher geschah, findet Ihr hier als PDF Mias Blogadventkalender 2018 Tür 1-21

Hier könnte Ihr gerne über das 21. Türchen bei Hedda lesen. Der kursive Text, der folgt, sind die beiden letzten Sätze von Hedda. Danach folgt mein Text für das 22. Türchen.

Wer weiß, was sich Herr Winter, Helga Hektik, Herr Wunsch mit seinen rosa Ohren und Samantha Sehnsucht ausgedacht haben? In dem Moment schlug die Standuhr mit tiefem Ton halb zwölf…

Die 21 musste gar nicht durch sechs teilbar sein. Weil doch die Nacht von 21 auf 22 die besonderste Nacht bis Weihnachten war, die erste Rauhnacht, die längste Nacht des Jahres und ab jetzt ging es wieder dem Licht entgegen, weil die Tage wieder länger wurden. Der tiefe Schlag der Standuhr beamte sie fast zum 22. Türchen hinter dem das Vertrauen schon auf die Freunde wartete. Aber das wussten sie noch nicht. Noch waren sie am Grübeln, Denken und Tüfteln. Ihnen war ja nicht aufgefallen, dass sie sich gar nicht von Lillibeth verabschieden konnten.

Das Fräulein Vera Vertrauen war ein sehr feines, vornehmes Persönchen. Sie machte nie viel Getöns um irgendwas oder irgendwen. War einfach immer da. Man könnte sie leicht übersehen oder hören, wenn sie nicht so eine fast göttliche Sicherheit ausstrahlen würde. Aber sie hatte starke Verbündete, mit denen sie sich auch zusammentat, Ur- und Gott-, die machten sie gleich noch viel stärker, aber das ist eine andere Geschichte, um die es jetzt nicht geht.

Inzwischen hatte es Mitternacht geschlagen und das 22. Türchen ging auf. Die Freunde starrten hinein und es ging ihnen wie den meisten, sie übersahen Fräulein Vera Vertrauen, blickten über sie hinweg, was zwar nicht absichtlich geschah aber doch etwas unhöflich war. Doch Vera war das schon gewöhnt.

„Da seid ihr ja endlich, tretet ein“, empfang sie die Bande und führte sie in ihr gemütliches Wohnzimmer. „Heute ist die längste Nacht, ihr könnt auch jetzt einfach ausruhen, braucht nichts tun. In dieser Nacht geschehen viele Dinge wie von selbst. Ihr braucht nur zu vertrauen“.

Ganz glaubten ihr die Freunde nicht, aber es war schon einmal gut, nach dieser stressigen Zeit, einfach mal nichts zu tun, bevor es dann wieder hektischer würde. Außerdem gab es für Monsta eine Teebeuteltasse und somit wäre mit ihm an diesem Tag sowieso nichts mehr anzufangen. Mehr und mehr erfüllte sie während des Tages das Gefühl, dass sie den Weg nach Hause nur mit Gefühl und nicht mit Wissen finden. So verbrachten die Freunde einen ruhigen besinnlichen Tag und übten sich im Vertrauen, dass alles seinen Gang gehen würde. Das einzige, was ihnen leid tat an diesem Tag, dass sie die Arie „Schlafe, mein Liebster, genieße die Ruhe“ von Samantha Sehnsucht versäumen würden. Aber taten sie nicht genau das – Schlafen und die Ruhe genießen?

Das 23. Türchen würde sich genau zum richtigen Augenblick finden.

Morgen geht es weiter bei Renate

Danke, dass ich dabei sein durfte. Möge der Geist, das Mysterium uns alle erreichen.

Gesegnete Weihnachten wünsche ich Euch allen von Herzen, Dir Mia der Initiatorin, Euch meinen MitschreiberÌnnen ohne die es nicht diese Geschichte geworden wäre und auch Euch meinen LeserInnen, die mich begleiten.

Eure Platz-nehmerin Michaela

Du magst vielleicht auch

2 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*